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Mit Amankora durch das Land des Glücks

„Welcome Home.“

Mit diesen zwei Worten beginnt jede Reise in den Bhutan und selten hat sich ein Satz so schnell so wahr angefühlt.

Schon der Weg nach Bhutan ist ein kleines Abenteuer. Der Flughafen von Paro gilt als einer der spektakulärsten der Welt. In der letzten halben Stunde vor der Landung gleitet das Flugzeug durch ein enges Himalaya-Tal, während sich die Maschine scheinbar spielerisch zwischen den Bergen hindurchschlängelt. Nur eine Handvoll Piloten weltweit besitzt die Lizenz, hier zu landen und spätestens in diesem Moment wird klar: Bhutan ist kein gewöhnliches Reiseziel.

Als die Räder schließlich die Landebahn berühren, folgt eine Durchsage des Piloten:
„…und an alle Menschen aus Bhutan: Herzlich Willkommen Zuhause. Schön, dass ihr wieder da seid.“

Ein Satz, der hängen bleibt.

Unterwegs mit Menschen, die mehr sind als nur Guides

Von diesem Moment an fühlt sich alles erstaunlich leicht an.

Jeder Amankora-Gast wird während der gesamten Reise von einem privaten Guide und Fahrer begleitet. Unser Guide Sangey und unser Fahrer waren dabei weit mehr als nur Begleiter, sie waren Geschichtenerzähler, Organisatoren und manchmal auch Philosophen. Sie hatten scheinbar für alles vorgesorgt: kleine Hausmittel gegen Reisekrankheit, selbstgemachte Snacks und sogar eine kleine Minibar mit Lieblingsgetränken für unterwegs.

Vor allem aber hatten sie Zeit, Zeit für Gespräche, Geschichten und spontane Stopps entlang der Strecke.

Amankora Punakha – Märchenhaft zwischen Reisfeldern

Die erste Station unserer Reise war Amankora Punakha.

Schon der Weg dorthin wirkt wie aus einem Märchen: Eine Brücke mit bunten Gebetsfahnen spannt sich über den Fluss, dahinter ein kurzer Transfer durch üppige Natur und plötzlich liegt sie vor einem: die kleine Lodge mit nur acht Villen.

Der Manager begrüßt jeden Gast persönlich. Natürlich mit den Worten:
„Welcome Home.“

Der Service hier ist eine Kunst für sich – aufmerksam, aber nie aufdringlich. Während man unterwegs ist, wird das Zimmer unbemerkt vorbereitet. Kommt man zurück, warten kleine Überraschungen: ein Lesezeichen im Buch, eine handgeschriebene Notiz auf dem Bett, das Lieblingsgetränk perfekt gekühlt oder aber zum Geburtstag ein selbstgemachter Schal von allen Gastgebern unterschrieben.

Die Tage gestalten sich ganz nach den eigenen Interessen. Unser Guide schlug eine leichte Wanderung durch die Reisfelder zum Chimi Lhakhang Tempel vor. Der Blick über das Tal ist spektakulär, doch es sind die kleinen Momente, die bleiben: der Duft der Felder, das Rascheln der Gebetsfahnen im Wind, die Kühe entlang des Weges.

Vor allem aber hatten sie Zeit, Zeit für Gespräche, Geschichten und spontane Stopps entlang der Strecke.

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des Punakha Dzong, einer der beeindruckendsten Klosterfestungen Bhutans. Wir hatten das „Glück“ (unser Glück war meistens Sangey), genau an einem religiösen Feiertag dort zu sein. Die heiligen Relikte wurden herausgetragen, Menschen versammelten sich zum Gebet und sogar der König war anwesend, um die Feiernden zu segnen.

Ein Moment, der sich kaum planen lässt und genau deshalb so besonders ist.

Am Abend wartete noch ein weiteres Erlebnis: ein privates BBQ-Picknick am Fluss, mitten in der Natur. Nur das Rauschen des Wassers, Berge im Hintergrund und Zeit, den Moment wirklich wahrzunehmen.

Amankora Gangtey – Ruhe auf 3.000 Metern

Die Reise führte weiter nach Gangtey, hoch hinauf ins abgelegene Phobjikha-Tal auf rund 3.000 Metern Höhe.

Hier verändert sich die Atmosphäre. Alles wirkt ruhiger, weiter, ursprünglicher. Zwischen Oktober und Februar rasten hier die seltenen Schwarzhalskraniche, ein heiliger Vogel in Bhutan.

Die Lodge selbst fühlt sich fast familiär an. Beim Abendessen stehen nur zwei Tische im Raum und so kommt man automatisch mit anderen Gästen ins Gespräch. An einem Abend trafen wir zwei Australier, mit denen wir kurzerhand ein kleines Bogenschießturnier mit unserem Guide Sangey organisierten. Natürlich inklusive traditionellem Reiswein.

Auch die Wanderungen hier sind besonders. Während man durch das Tal läuft, bleibt das Lodge-Team ständig in Kontakt mit dem Fahrer. Und tatsächlich: Am Ende der Wanderung steht er exakt dort, wo der Weg endet – mit warmen Handtüchern und frisch gemixten Drinks.

Eines der schönsten Erlebnisse war das Hot Stone Bath: ein traditionelles Bad mit erhitzten Flusssteinen und Himalaya-Kräutern, begleitet von Kerzenschein. Keine Inszenierung, kein Luxus im klassischen Sinne – sondern etwas viel Wertvolleres: echte, tiefe Entspannung.

Amankora Paro – Der Weg zum Tiger’s Nest

Die letzte Station der Reise war Paro, die lebendigste der Amankora-Lodges.

Hier darf ein Ausflug natürlich nicht fehlen: der Aufstieg zum berühmten Tiger’s Nest (Paro Taktsang). Das Kloster klebt spektakulär an einer steilen Felswand hoch über dem Tal. Der Weg hinauf ist anspruchsvoll, aber jeder Schritt lohnt sich.

Die Aussicht ist atemberaubend, und oben angekommen versteht man, warum dieser Ort für viele Menschen eine spirituelle Bedeutung hat.

Ein besonders bewegender Moment unserer Reise war eine private Session mit einem buddhistischen Mönch. Drei Gedanken aus diesem Gespräch begleiten mich bis heute:

  • Vergangenes ist vergangen. Nicht festhalten – sondern weitergehen.
  • Eine Minute Frieden. Nichts ist so dringend, dass es nicht eine Minute warten kann.
  • Bewusst wahrnehmen. In unseren Sinnen steckt die ganze Essenz des Lebens.

Eine Reise, die etwas verändert

Bei einer Amankora Journey sind Guide, Fahrer, Verpflegung und die meisten Ausflüge bereits inklusive. Die Fahrten zwischen den Lodges dauern meist zwei bis drei Stunden, doch sie fühlen sich eher wie kleine Entdeckungsreisen an, mit spontanen Stopps und neuen Eindrücken entlang der Strecke.

Bhutan wirkt nach.

Man sitzt im Flugzeug auf dem Heimweg und beginnt automatisch darüber nachzudenken, was man zuhause vielleicht anders machen könnte: bewusster leben, langsamer werden, Dinge einfacher sehen.

Vielleicht liegt es an den Menschen hier. An den Mitarbeitern, Guides und Fahrern, die nicht nur Gastgeber sind, sondern irgendwie auch Wegbegleiter auf einer kleinen Etappe der Selbsterkenntnis.

Besonders unser Guide Sangey verkörperte diesen Geist: immer aufmerksam, immer freundlich. Er teilte Essen mit Fremden, hob Müll am Wegesrand auf oder schenkte einfach ein ehrliches Lächeln.

Und plötzlich merkt man: Man kommt nicht nur mit Erinnerungen zurück.
Sondern auch ein bisschen verändert.

Fun Fact zum Schluss:

In Bhutan darf kein Tier getötet werden. Über 60 % der Bevölkerung leben vegetarisch und das Fleisch, das im Land erhältlich ist, wird ausschließlich aus Indien importiert.

FYNE Travel Tipp:
Neben Punakha, Gangtey und Paro gibt es noch zwei weitere Amankora-Lodges in Bhutan:

  • Thimphu, in der Hauptstadt des Landes
  • Bumthang, das spirituelle Herz Bhutans mit zahlreichen historischen Tempeln und Klöstern.

Gemeinsam bilden sie eine der außergewöhnlichsten Rundreisen, die man im Himalaya erleben kann.

Julia Teutrine

Zwischen Fernweh und Feingefühl im Produktmanagement von FYNE Travel. Immer auf der Suche nach besonderen Orten von stillen Naturparadiesen über türkisblaue Stränden bis hin zu lebendigen, trubeligen Kulturen, am liebsten in Asien. Sie liebt nicht nur das Reisen, sondern vor allem das Eintauchen: in Begegnungen, Geschichten und das echte Leben vor Ort und bringt genau diese Eindrücke zurück in die FYNE Welt. Mit einem Blick für Details und einem Gespür für Atmosphäre entstehen so Reiseideen, die nicht nur geplant, sondern wirklich gefühlt werden.

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